PROJEKTE KAPKUIKUI MISSIONSARBEIT WAISENKINDER MÄDCHENPROGRAMM WASSERPROJEKT

Ein weiteres Anliegen für uns sind die Waisenkinder. Wir möchten den Waisenkindern in dieser Gegend ein Zuhause, Liebe, Geborgenheit und Zuwendung geben und für Ihre Bedürfnisse sorgen. Inzwischen leben 3 Waisenkinder bei Michael und Hilda Köhler zwei weitere werden aus Platzgründen in einem Home-Base-Care-Programm betreut.

Nachfolgend die Biografie dazu.
Jepkorir, Patni Kiplagat und Jerob sind Geschwister. Im September 2007 hat Ehepaar Köhler die Familie zum ersten Mal besucht. Die Mutter war sehr krank. Sie hatte eine zerstörte Lunge in Folge einer unbehandelten Lungenkrankheit zusätzlich war sie mit HIV Aids infiziert. Die Umstände in denen wir die Kinder vorgefunden hatten waren schlimm. Zu viert wohnten sie in einer Rundhütte mit einem Durchmesser von 2 Meter. Die Mutter schlief auf einem traditionellen Bett, zusammen mit der kleinen Jerob. Ein traditionelles Bett wird aus dünnen Ästen selbst gebaut. Jepkorir und Kiplagat haben direkt auf dem Lehmboden geschlafen, eine Matte oder Matratze war nicht zu sehen. Jepkorir besuchte die erst Klasse und Kiplagat wurde nicht zur Schule geschickt da er auf die jüngere Schwester aufpassen musste weil die Mutter es nicht mehr konnte. Jepkorir musste nach der Schule für die ganze Familie kochen, sofern überhaupt etwas da war, ebenso musste sie die Kleider für die Familie waschen. Der Vater war bereits ein Jahr vorher an Aids verstorben. Am 31.12.2007 ist dann auch die Mutter gestorben. Die Kinder sind nun ganz in der Obhut von Ehepaar Köhler.

Schon vor dem Tod der Mutter waren die Kinder einige Male übers Wochenende bei Fam. Köhler, um sich etwas zu erholen. Die Kinder haben sich gleich wohl gefühlt und sich jedes Mal gefreut, wenn sie abgeholt wurden. Alle drei Kinder haben sich sehr schnell angefreundet und auch Vertrauen gewonnen. Den zwei Mädchen haben wir je eine Puppe geschenkt, doch sie wussten nicht was anfangen damit. In der Zwischenzeit spielen sie jedoch gerne mit Puppen und auch mit Lego. Auch Kiplagat wusste nicht wie er mit Lego spielen soll doch auch er hat es mittlerweile gelernt. Jedes mal wenn sein Onkel kommt, zeigt er ihm ganz stolz wie er sein selbst gebasteltes Auto auseinander baut und im Nu wieder zusammen baut. Auch Jerob nimmt immer wieder mal eine Pupe in der Hand und spielt. Mit dem Auto von Patni hat sie auch viel Spass. Jerob ist gerade in einer Phase wo sie die Sprachen nicht mehr einordnen kann. Die Muttersprache (Kalengin) versteht sie fast nicht mehr und die englische Sprache ist ihr noch fremd. Sie macht jedoch Fortschritte und versteht so manches.

Am 14. Januar 2008 war Schulanfang für Jepkorir und Kiplagat. Vor Freude und Aufregung über diesen Neuanfang sind sie hin und her gelaufen, haben ohne Grund gelacht und waren sehr fröhlich.

Jepkorir hat in der Zwischenzeit viel gelernt. Bereits vor Schulbeginn hatten wir jeden Tag drei Stunden Unterricht gemacht und sie hat begonnen die englische Sprache zu verstehen, das Alphabet und einige kurze Worte kann sie schon schreiben. Trotzdem musste sie nochmals in der ersten Klasse beginnen, da das Niveau der bisherigen Schule zu schlecht und auch die Verhältnisse zu Hause zu schwierig waren.

Patni hat auch schon manches gelernt. Er muss aber erst noch lernen sich für längere Zeit auf etwas Bestimmtes zu konzentrieren. Er geht in die Baby Class. Sie haben beide Freude beim Lernen.







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